Schlagwort: Grüner Winkel

Jugendübung „Rollentausch“

Jugendliche vom THW, DRK, DLRG, MHD und der Feuerwehr schlüpften für einen Tag in die Rolle der anderen Hilfsorganisationen

Einen abwechselungsreichen Tag erlebten jetzt die Lippstädter Jugendgruppen der Hilfsorganisationen. Rollentausch hieß die Aufgabe für die 60 Jugendlichen. Für die kunterbunt zusammengestellten Teams galt es Im Grünen Winkel fünf Stationen abzuarbeiten. Hinter jeder Station steckte eine interessante Aufgabe für die Lippstädter Nachwuchshelfer, die nur gemeinsam bewältigt werden konnte.

Noch ein Kaffee gefällig?

Auch für das Team der Organisatoren hatte der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück im Lehrsaal der Feuerwehr Lippstadt begonnen. Das gemeinsame Frühstück ist schon fast Tradition und ein fester Ablauf in der Planung eines derartigen Großereignisses geworden. Ein Dank geht an alle die diese Veranstaltung im Hintergrund mit ihrer Arbeit unterstützt haben.

Erstes Rohr, Wasser marsch…

An der Station der Jugendfeuerwehr musste der so genannte dreiteilige Löschangriff gezeigt werden. Dabei wird das Wasser aus der Lippe angesaugt und über die Feuerwehrpumpe in drei C-Schläuche verteilt. Für die Jugendfeuerwehrleute kein Problem, aber für den Nachwuchs vom DRK, MHD, DLRG und THW war der Löschangriff absolutes Neuland. Die Nachwuchsbrandschützer unterstützten bei der Aufgabe geduldig.

Technik spannend vermittelt

Beim Zusammenbau eines Dreibockes aus EGS Material (Einsatz-Gerüst-System) und die Handhabung der Hydropresse beim THW war von den Kinder und Jugendlichen technisches Verständnis gefragt. Bei dem EGS handelt es sich um ein speziell für das THW entwickelte Baukastensystem, mit dem Hebevorrichtungen, Stege etc. gebaut werden können. Der Dreibock ist ein im THW vielseitig genutztes Rettungsgerät. Er wird durch ein Team von 2-3 Helfern innerhalb von 2 Minuten aus 19 Einzelteilen zusammen gebaut und u. a. für die Schachtrettung oder dem Transport von Geräten und Material aus der Tiefe eingesetzt.

Die Hydropresse wird zum Anheben von Lasten eingesetzt. Bei der Stationsausbildung sollten die Helfer eine ca. 1 Meter lange Eisenbahnschiene mit der Hydropresse anheben. Eine derartige Aufgabe lässt sich nur im Team erledigen und wird meistens als Geschicklichkeitsaufgabe gestellt. Dabei bedient ein Helfer die Öldruckpumpe und baut mit der Handpumpe Druck auf, ein zweiter steuert den Verteiler, zwei weitere Helfer sichern die mit dem Öldruckstempel angehobene Last mit einem Kantholzstapel. Als besondere Schwierigkeit wurden auf der Eisenbahnschiene noch zwei mit Wasser gefüllte Becher gestellt.

Erste Hilfe und mehr…

Welche Verbandsarten es gibt und wann sie angewendet werden, zeigte die Station des DRK.
Erlernt werden soll, wie und wann man einen Druckverband anlegt, wie leicht man einen Fingerkuppenverband herstellt, wie man eine Wunde mit einem Fremdkörper in der Wunde richtig polstert und verbindet und dass man mit einem Dreiecktuch auch einen Knieverband anlegen kann, sind aber nur ein paar der vielen Verbandmöglichkeiten, die erlernt werden konnten..
Anschließend können die Kinder und Jugendlichen selbst alle Verbände ausprobieren und sich gegenseitig Verbände anlegen.

Bei der MHD-Station mussten die Jugendlichen zeigen, was zu tun ist, wenn eine bewusstlose Person aufgefunden wird. „Hier war die stabile Seitenlage gefragt“ informierte Simone Goerigk von der Malteser Jugend. Ein besonderes Lernziel war dann noch die richtige Absetzung des Notrufes.
Bei der fünften und letzten Station der DLRG mussten die jungen Teilnehmer einen Rettungsring möglichst weit werfen. Ein besonderer Dank geht an die Kameradinnen und Kameraden der DLRG, die trotz ihres zur gleichen Zeit laufenden Katastropheneinsatzes in Gronau noch die Zeit für die Unterstützung unserer Aktion gefunden haben.

„Wir wollten den Jugendlichen die Arbeit der jeweils andere Hilfsorganisation zeigen und vorstellen“, so Kersten Reinke, einer der Verantwortlichen von „Fünf für Lippstadt“. Der Zusammenschluss „Fünf für Lippstadt“ besteht aus Jugendlichen von der Feuerwehr, vom THW, vom DLRG, vom MHD und vom DRK.

 

Quellen:

Text von Christian Dicke und Dieter Dreier, Feuerwehr Lippstadt
Fotos von Christian Dicke und Kersten Reinke, Feuerwehr Lippstadt

 

Presseberichte:

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2. Umweltschutzaktion im Grünen Winkel

„Ziehen, Ihr müsst gleichmäßig ziehen“ auf diesen Ruf hin greifen 20 Mädchen und Jungen der Aktion „Fünf für Lippstadt in die Seile und legen sich gewaltig in das Zeug. Mit diesen Zeilen beginnt ein Artikel der einmal mehr über das Engagement der jugendlichen HelferInnen in den regionalen und Überregionalen Medien und Fachzeitungen berichtet. Erneut hat das Orga-Team für die rund 120 Akteure eine sinnvolle und spannende Aktion auf die Beine gestellt.

Ein Dank geht an dieser Stelle an die Verantwortlichen in den Führungen der Hilfsorganisationen, die diese Aktionen mit HelferInnen, Technik, Fahrzeugen und Booten jedes Mal erstklassig unterstützen.

Presseberichte:

Bericht aus der Feuerwehrzeitung „Florian Kreis Soest Aktuell“ (Ausgabe 01/2010)

Fotogalerie:

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1. Umweltschutzaktion im Grünen Winkel

Jedes Jahr im Frühjahr rief die DLRG Ortsgruppe Lippstadt zu einer Umweltschutzaktion auf. Dabei wird jährlich in einem anderen Teil in dem Lippstädter Naherholungsgebiet „Grüner Winkel“ gearbeitet. Zum Einsatz kommen Boote, Taucher und Fußtruppen.
Erstmals beteiligten sich in diesem Jahr alle Mitglieder von Fünf für Lippstadt an dieser Reinigungsaktion und es soll nicht das letzte Mal gewesen sein.

Nachfolgend ein kleiner Bericht von unserer diesjährigen Aktion:

In diesem Jahr suchten wir den Bereich südlich der Lippe sowie die Lippe selbst ab.

Am Ufer waren Fußtrupps unterwegs. Jeweils einer aus der Mannschaft wurde mit einer Leine gesichert. Außerdem trug er auch noch einen Schwimmweste. Seine Aufgabe war es, im steilen Uferbereich Flaschen, Papier und Müll zu sammeln. Alle Helfer und Helferinnen waren mit Schutzhandschuhen ausgestattet. Gefährliche Gegenstände durfen nur von den erwachsenen Teilnehmern aufgenommen und entsorgt werden.

Gleichzeitig suchten DLRG-Einsatz-Taucher den Boden des Gewässers ab und befestigten an den gefundenen Gegenständen einen schwimmenden Kanister.

Dann traten die Bootsmannschaften von DLRG, THW und Feuerwehr in Aktion. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten wurden Fahrräder und andere gefundene Gegenstände aus dem Wasser geborgen und an das Ufer transportiert. Die Boote hatten bei dieser Aktion noch eine andere Aufgabe, sie transportierten Fußtrupps in den Bereich des Gewässers, die vom Ufer nicht erreichbar waren. Beliebt waren auch die Bootsfahrten, bei denen auch die Aktiven (deren Organisationen keine Boote vorhalten) einmal in den Genuss des Bootsfahrens kommen.

Im Mittelpunkt dieser Aktion stand in erster Linie die Zusammenarbeit aller Organisationen, sowie der gemeinsame Spaß bei den vielen kleinen Begebenheiten. Zum Abschluss der Aktion wurde gegrillt.

Mit vielen neuen Erfahrungen aber auch dem Gefühl mit der eigenen Arbeit ein Teil zu einer intakteren Umwelt beigetragen zu haben, gingen bis zu 120 Jugendliche und rund 40 Helfer nach Hause.

Presseberichte:

Bericht aus der Jugendfeuerzeitung „Lauffeuer“ (Ausgabe 5/2009)

Fotogalerie:

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